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Rezept für Schoko Birnen Kuchen

Rezept für Schoko Birnen Kuchen

Erst habe ich ja nur an eine Phase geglaubt. Sowas wie eine Midlife-Crisis in den Zwanzigern: Da stand mein Freund in der Küche. Rührte Salat an, machte Pilz-Ragout und schabte parallel auch noch Spätzle – selbst! So richtig mit Brettchen, wie Oma. Multitasking als hätte er wie Göttin Kali mehrere Arme. Das Essen war super, sogar Soße hatte er selbst gemacht.

Es war keine Phase. Eine Woche später steht er wieder in der Küche. Diesmal gibt es Lasagne. Langsam läuft er mir den Rang ab. Kochen? Nicht mehr nur mein Ding. Ich bin völlig aus dem Häuschen.

Und als wäre diese Entwicklung ja nicht sowieso schon ein Grund zu völliger Euphorie, bat er mich letzte Woche auch noch darum, doch mal gemeinsam einen Kuchen zu backen. Ihr hättet meinen Blick sehen sollen. Mit meinem Kopf in skeptischer Schieflage schlich ich ihm hinterher und versuchte zu ergründen, wieso sich der “Also, Spiegelei kann ich”-Freund plötzlich zum Koch-Enthusiasten wandelte.

Rausgefunden habe ich es noch nicht. Aber ich kann euch heute das Ergebnis unserer ersten gemeinsamen Back-Aktion präsentieren. Ihm zuliebe mit extra viel Schokolade. Mir zuliebe mit extra viel Obst.

Das Rezept für den Schoko Birnen Kuchen ist also gewissermaßen ein Gemeinschaftsprojekt um seine neue Leidenschaft für die Küche zu feiern. Ich hoffe inständig, dass daraus jetzt keine Erwartungen resultieren und wir unsere starren Rollenbilder überdenken müssen. Müll trennen und an die Abfuhrtermine denken war bisher nämlich immer sein Ding. “Ich koche. Du trennst Müll”. Daumen drücken, dass ihm die Ungerechtigkeit dieser Regel nicht auffällt…

Rezept für Schoko Birnen Kuchen

Rezept für Schoko Birnen Kuchen

400 g Zartbitter-Schokolade
200 g Schlagsahne
150 g Butter
200 g Zucker
6 Eier
150 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
6 Äpfel
7 Birnen (am besten “Boskop”)
1000 ml Wasser
300 ml Wein
400 g Zucker
50 ml Zitronensaft
1 EL Puderzucker

1. Den Ofen auf 150 °C Umluft vorheizen.

2. Die Schokolade hacken und mit der Sahne in einem Topf schmelzen.

3. Die weiche Butter und den Zucker dazugeben und mit dem Handrührgerät aufschlagen. Dann die Eier nacheinander reinschlagen.

5. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und alles zu einem glatten Teig verrühren.

6. Die Äpfel entkernen, schälen und in etwa 0,5 Zentimeter dicke Scheiben schneiden.

7. Eine 26er Springform einfetten und den Boden mit Teig bedecken. Die Apfelscheiben darauf legen, wieder Teig drauf geben und nochmal Apfelscheiben darauf legen. Zum Schluss das Ganze mit Teig bedecken.

8. Bei 150 Grad Umluft etwa 70 Minuten backen. Am besten mit einem Schaschlik-Spieß zwischendurch testen, ob der Kuchen fertig ist.

Rezept für Schoko Birnen Kuchen

Pochierte Birnen

1. Gebt das Wasser, den Wein, den Zucker und den Zitronensaft in einen Topf mit genügend Fassungsvermögen für die sieben Birnen.

2. Kocht alles einmal auf, dreht die Hitze runter bis der Sud nur noch leicht simmert.

3. Legt erst jetzt die Birnen hinein, sie sollten alle zumindest zur Hälfte mit dem Sud bedeckt sein.

4. Köchelt sie nun etwa eine Stunde bei leichter Hitze bis sie weich sind.

5. Anschließend nehmt ihr die Birnen aus dem Sud, lasst sie abkühlen und kocht den Sud etwa eine Stunde zu einem zähflüssigen Sirup ein. Den könnt ihr später zum Kuchen reichen oder auch in eine Flasche füllen und zu anderen Zwecken (zum Beispiel in Sekt) verwenden.

Rezept für Schoko Birnen Kuchen
Rezept für Schoko Birnen Kuchen

Bei Kuchen bin ich immer etwas eigen: Ich mag ihn am liebsten mit viel mehr Obst als Teig. Die Birnen als Topping zum mit Obst gefüllten Kuchen sind deshalb für meinen Geschmack genau die richtige Menge an Frucht. Zum Anrichten könnt ihr die Birnen einfach zu jedem Stück Kuchen reichen.

Übrigens: Ihr könnt die Birnen natürlich auch ohne Wein pochieren. Entweder ihr ersetzt den Wein durch Wasser oder durch einen Fruchtsaft. Dann solltet ihr aber etwas weniger Zucker zugeben.

Rezept für Schoko Birnen Kuchen
Rezept für Schoko Birnen Kuchen

Wisst ihr was außerdem ein nicht zu verrachtender Vorteil seiner neu entdeckten Küchen-Leidenschaft ist? Endlich hat er Verständnis dafür, dass ich seit Monaten von einer Küchenmaschine rede. Einmal Kuchen gebacken und schon fiel der Satz, der wie ein Freifahrtschein für lange Online-Shopping-Kauf-Orgien klang: “Vielleicht sollten wir uns wirklich eine Küchenmaschine kaufen”. YES. Jackpot. Ich suche deshalb grade schon fleißig nach einer.

Tendiere ja zur Kitchen Aid in Pistazie. Einfach weil sie so wunderhübsch ist. Vielleicht aber auch eine ganz klassische, die schon Oma hatte und die nach 60 Jahren immernoch funktioniert. Falls ihr Empfehlungen habt: Gerne! Freue mich über etwas Entscheidungshilfe.

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DIY: Flaschenregal aus Obstkiste selber machen

Flaschenregal aus Obstkiste selber machen

Es geht weiter mit der Reihe Obstkisten-Upcycling, die eigentlich keine Reihe ist, sich aber langsam zu einer entwickelt. Noch drei Kisten sind übrig und langsam glaube ich, daraus wird hier doch noch eine Serie…

Es ist aber auch so: Die Kisten stehen direkt in Sichtnähe meiner Sofaecke. So da lümmelnd fallen mir dann halt immer wieder neue Ideen ein, wie ich die Kisten doch anders verwenden könnte, als sie einfach lieblos aufeinander zu stapeln und Kram darin zu verstauen, der eigentlich ganz wo anders hingehören würde.

Nach dem Rollcontainer, der mir übrigens direkt neben besagter Sofa-Ecke treue Dienste als Ablage für Kram dient, der eigentlich woanders hingehören würde, wurde aus der nächsten Kiste jetzt ein Flaschenregal.

Sowas wollte ich schon ewig, denn so ziemlich das Einzige was mich zu einer guten Gastgeberin macht, ist der Fakt, dass es hier immer Sekt und Wein ohne Ende gibt. Kürzlich war das Sekt-Vorrat-Maximum von 20 Flaschen erreicht. (stark minimiert mittlerweile, kann ich mir nicht erklären…) Der Rest lagert jetzt in diesem Flaschenregal, unten zeig ich euch, wie leicht ihr das selber machen könnt.
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DIY: Adventskalender für Kinder selber machen

DIY: Adventskalender für Kinder selber machen

Meine Mutter bastelte früher jedes Jahr einen Adventskalender für meine Geschwister und mich. Ich erinnere mich dabei an meine geliebten Pixie-Büchlein im Socken-Adventskalender, an Gutscheine fürs Lieblingsessen im Kalender aus alten Klopapier-Rollen oder an meine Lieblings-Schokolade im Butterbrottüten-Adventskalender, der an einer Schnur im Flur hing.

Meine Mutter war da wirklich kreativ und ich bewundere sie heute, dass sie jedes Jahr 24 kleine Geschenke für uns zusammen gesucht hat. Das das nicht immer leicht ist, habe ich dieses Jahr wieder gemerkt, als ich selbst einen Adventskalender befüllen musste.

Weil ich aber weiß, wie viel Freude einem so ein Kalender macht, habe ich einen für mein 8-jähriges Patenkind gebastelt. Dazu habe ich weiße Coffee-to-go-Becher verwendet und sie mit etwas Tonkarton in Rentiere verwandelt. Und ein paar Ideen für den Inhalt des Kalenders habe ich euch auch aufgeschrieben.
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DIY: Tortenplatte selber bauen

Tortenplatte selber bauen

Es gibt so DIY-Projekte, die man wochenlang plant. Für die man Läden und Online-Shops abklappert, für die man Material und Gerätschaften besorgen muss und für die man mehrere Anläufe braucht bis sich die Idee endlich umsetzen lässt. Das hier ist keines davon.

Als ich im Deko-Laden meines Vertrauens umherstreunte fielen mir die Kerzenhalter ins Auge. Wie so oft fragte ich mich, wer sowas kauft. Ich meine: Wer stellt eine einzelne Kerze auf so einem monströsen Halter ab?

Einige Stunden später, als ich wieder zuhause war kamen mir diese unsäglichen, wuchtigen Kerzenhalter wieder in den Sinn und da war er: Der Geistesblitz. Eine hohe Tortenplatte aus Kerzenhalter und Teller. Schön, wenn der sich dann auch noch so umkompliziert in die Tat umsetzen lässt. Daher zeige ich euch heute ein einfaches DIY, wie ihr eine hohe Tortenplatte selber bauen könnt.
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Dankeskarten selbst gestalten mit Aquarelleffekt

Dankeskarten selbst gestalten

Deine Geschichte – Mach‘ doch, was Du willst

Wann immer ich eine Entscheidung treffe, ist mir schmerzlich bewusst, dass ich mich dabei gleichzeitig gegen etwas entscheide. Manchmal fällt es mir schwer, dann noch optimistisch zu bleiben. Das Glas ist auch halb voll, nicht nur halb leer, schon klar. Und eine Entscheidung zu treffen ist wichtig, um voran zu kommen. Andererseits treibt sie uns weit weg von anderen Optionen, gegen die wir uns entscheiden.
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