Travel: Die Dominikanische Repubilk auf eigene Faust erkunden

Dominikanische Repubilk auf eigene Faust erkunden

Als wir durch La Romana in der Dominikanischen Republik liefen, waren überall Polizisten, die uns am Weitergehen hinderten. Die Gegenden seien nix für Touristen. Mit energisch geschütteltem Kopf raunten sie uns “Dangerous” zu. Die Gegensätze sind hier, in der Dominikanischen Republik, schon krass. An den Stränden stehen herausgeputzte, luxuriöse Anlagen. Teilweise kilometerweit durch Mauern eingezäunt. Drinnen: Porsche, Mercedes, Bentley. Im Landesinneren und den Städten wohnen Einheimische in Wellblechhütten, fahren klapprige Karren, auf deren Ladefläche dutzende Männer zusammengepfercht zu ihrer Arbeit auf den Zuckerrohrplantagen gefahren werden. In den Ghettos der Städte herrschen Kriminalität, mafiöse Strukturen und Korruption. In den Anlagen eine karibische Parallelwelt.

Das Gegensätzliche und Aufregende an der Dominikanischen Republik erlebt man nicht, wenn man in einer der zahlreichen All-Inklusive-Anlagen bleibt. Auch nicht auf einer durchgeplanten, inszenierten und teuren Touri-Tour, die in der Dominikanischen Republik überall angeboten werden.

Wenn ihr allerdings ein paar Dinge beachtet, könnt ihr das Land auch auf eigene Faust entdecken und erlebt im besten Fall nicht nur einen Urlaub im Paradies, sondern nehmt auch viele neue Erfahrungen mit.
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{Roadtrip} Tipps für das Reisen mit Auto

Urlaub fällt für mich dieses Jahr flach. Grund genug mal wieder etwas in Erinnerungen zu schwelgen. Zum Beispiel an den Roadtrip durch Europa, den meine Schwester und ich letztes Jahr unternommen haben. Die Eindrücke sind noch immer ganz frisch und wenn mich einmal das Fernweh packt, tröstet mich der Gedanke daran, dass der nächste Roadtrip ganz bestimmt kommt. Unser nächstes Ziel ist der nördliche Teil Europas und auch, wenn es bis dahin noch ein Weilchen dauert, weiß ich jetzt schon genau, dass wir uns wieder für die Reise mit Auto entscheiden werden. Welche Vorteile das Umherreisen mit dem Auto hat und welche Roadtrip- Tipps ich allen geben würde, die im Sommer losziehen wollen, erzähle ich euch im heutigen Beitrag.

Man sieht Orte, die nicht im Reiseführer stehen


Nichts gegen den Markusplatz in Venedig, den Champs Elysee in Paris oder das Atomium in Brüssel, aber Fakt ist nun Mal, dass kein Spürnasen-Abzeichen nötig ist, um diese Orte zu finden. Wenn man sich hingegen auf einem verlassenen, alten Friedhof in einem französischen Dörfchen wiederfindet oder eine einsame Bucht am Atlantik entdeckt, hat man das Gefühl einen Ort wirklich entdeckt zu haben. Kennt ihr das, wenn ihr eine Sehenswürdigkeit fotografiert, um euch blickt und seht, dass bei hundert anderen Menschen exakt das selbe Touristenfoto auf der Speicherkarte landet? Irgendwie fühlt es sich falsch an. Ich liebe Momente auf Reisen die ich für mich habe. Ohne hunderte Touristen um mich. Auf einem Roadtrip erlebt man unzählige dieser Momente. Die einem den Atem rauben und ein Grinsen ins Gesicht meiseln.

Ganz viel Zeit zum Nachdenken


Machen wir uns nix vor, entschließt man sich für einen Roadtrip, sitzt man zusammengerechnet tagelang im Auto. Meine Schwester und ich haben diese Zeit für alles mögliche genutzt: Zum Quatschen, zum Singen, zum Albern. Frei nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel, sehe ich den größten Vorteil in dem vielen Gefahre aber in der Zeit zum Nachdenken. Das Autofahren hat irgendwann fast etwas Meditatives. Man lernt sich selbst besser kennen und wird sich über viele Dinge klar, die man vorher nur verschwommen gesehen hat.

Viel Freiheit!


Einfach einen Tag länger am Strand bleiben? Spontan einen Abstecher in die nächste Stadt machen? Alles kein Problem, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Die Möglichkeiten sind endlos. Solange der Tank voll ist, stehen einem so viele Ziele offen. Wir sind mehr als einmal freiwillig vom Weg abgekommen und haben Umwege keinen Moment bereut und den Spaß an absoluter Spontanität entdeckt. Wer sich also so richtig frei von Zeitplänen fühlen möchte, für den ist ein Roadtrip genau das Richtige.

Übergepäck ist kein Problem


Gerade, wenn man euer Gepäck, wie meines, vor Urläuben zu Türmen aufhäufen könnten, dann habt ihr bei einer Reise mit dem Auto gute Karten auch alles unterzukriegen. Wir hatten auf unserer Reise wirklich alles dabei was man nur dabei haben kann. Stative für die Kamera, Surfboard, Schuhe, Kissen, Bücher – alles munter reingestopft in den kleinen Hyundai. Klar kann man auch mit wenig reisen. Wir waren aber immer wieder froh, dass unser Auto all unseren Kram für uns durch die Gegend kutschiert hat. Und waren so auch für alle Eventualitäten gewappnet und dadurch auf der Reise viel entspannter.

Man spart Geld


Ja, tatsächlich. Zumindest, wenn man die Reise mit Auto mit Flugreisen oder Bahnfahren vergleicht. So teuer der Sprit auch sein mag, Bahnfahren ist noch teurer. Bei meinen mäßigen Rechenkünsten gebe ich keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Aber ein Interrail-Pass für einen Monat (durch ganz Europa) kostet mal eben schlappe 442 € (ab 25 Jahren dann 668 € ) pro Person. Beachten muss man dabei natürlich, dass der Pass nur für Zugfahrten gilt. Wollt ihr also ans Meer oder innerhalb der Stadt mit Bus oder Metro fahren, kostet das wieder extra. Wir haben lange gehadert, ob wir uns nicht doch für Interrail entscheiden sollten, waren – auch was den finanziellen Aspekt angeht – dann aber sehr zufrieden mit unserer Entscheidung für den Roadtrip. Letztlich sind wir bei 300€ Spritkosten pro Person gelandet. Und das für 6 Wochen umherfahren.

Ein paar Roadtrip-Tipps:

* eine Investition, die sich auf alle Fälle auszahlt ist die in ein gutes Navigationsgerät. Vor allem, wenn man – wie ich – einen natürlichen Orientierungssinn hat wie ein Stück Brot. Wir haben uns für dieses Modell für knapp 100 Euro entschieden und den Kauf nie bereut. Sogar einen Namen hatte “Luise” – unsere Gute.

* die meisten Autowerkstätten bieten einen Urlaubscheck an. Meistens ist der nicht einmal teuer. Wenn die Liste mit den zu reparierenden Teilen danach lang ist, überlegt euch gut was Priorität hat. Autowerkstätten möchten natürlich Profit schlagen und stellen den Zustand eures Autos oft schlechter dar als er ist. Wir haben vorher einen Ölwechsel durchgeführt, die Bremsbeläge erneuert und sämtliche Flüssigkeiten, wie z.B. die Kühlerflüssigkeit aufgefüllt.

* ein gutes Ordnungssystem beim Packen ist goldwert. Überlegt euch vorher wie ihr packt, an welche Taschen ihr jederzeit – auch während der Fahrt – rankommen müsst und wo was verstaut ist. Das spart ungemein Zeit und Nerven. Wir haben zum Beispiel den gesamten Campingkram, wie Schlafsäcke, Zelt und Campingkocher im Kofferraum verstaut und extra Taschen für Kosmetik- und Hygieneartikel, Badesachen, Klamotten oder Schuhe gepackt. Meistens – wenn wir für ein oder zwei Nächte zwischen übernachteten – haben wir dann aus jeder Tasche das Nötigste zusammengepackt und in einen Rucksack gestopft den wir dann mit zur Unterkunft nahmen.

* durch das Umfahren der Autobahn und der Mautstrecken spart man sich auf einer vierwöchigen Reise locker mal 200 Euro zusammen. Außerdem sind die mautfreien Strecken weitaus schöner, als der triste Beton der Autobahn. Zusätzlich spart man meistens auch noch Sprit, denn man fährt viel langsamer.

* Klima aus! Gerade im Süden ist das nicht immer so leicht, aber wir haben es konsequent durchgezogen: Die Klimanlage blieb aus. Unglaublich, wie viel Sprit (und Erkältungen) man sich dadurch erspart. Wenn man die Maut und somit auch die Autobahn umfährt, tuckert man sowieso mit höchstens 100 km durch die Gegend, da kann man das Fenster getrost offen lassen (und riecht immer gleich, wenn man in die Nähe des Meeres kommt!)

urlaub-mit-auto-tipps

Natürlich darf man auch die Nachteile eines Roadtrips nicht unter den Teppich kehren. Die Spritkosten sind hoch, mindestens genauso hoch wie der CO2-Ausstoß, den so ein Auto nun mal produziert. Desweiteren riskiert man bei jedem Parken einen Diebstahl oder eingeschlagene Scheiben, ganz zu schweigen von der Parkplatzssuche, die nicht immer unkompliziert ist und dem Risiko, dass was kaputt geht. Wie immer, muss jeder für sich selbst entscheiden, ob die Vorteile oder die Nachteile überwiegen. Wir sind auf unserer Reise jedenfalls Roadtrip-Fans geworden und sagen: Roadtrip? Immer wieder gerne!

Habt ihr auch schon Mal einen Roadtrip gemacht oder habt ihr, wie wir, schon Wunschziele?

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Erfahrungsbericht: Wellness im Mawell Resort

Mawell Resort Erfahrungsbericht

Mit 23 das erste mal in der Sauna. Mit der Erfahrung hab ich mir ganz schön Zeit gelassen. Irgendwie dachte ich immer, mein Kreislauf würde da sicher gleich schlapp machen, mein Blut zu kochen anfangen oder der Dampf vom Aufguss meine Haut verbrühen. Ja, es wurde wirklich Zeit, dass mir mal jemand diese Fantasien austrieb. So geschehen vor zwei Wochen in Langenburg. Im dortigen Mawell Resort verbrachte ich mit meinem Liebsten zwei entspannte Tage Wellness-Kurzurlaub und habe mich nicht nur das erste Mal im saunieren erprobt, sondern bin allgemein auf den Geschmack gekommen, was Wellness angeht. Und weil ich nach diesem Kurztrip so oft wie noch nie gefragt wurde, ob ich das Mawell weiterempfehlen würde, dachte ich mir: Allein für die vielen Interessierten muss ich dazu einen Blogpost schreiben. Also, falls ihr mit dem Gedanken spielt ein paar Tage Auszeit zu nehmen und im besten Fall in der hohenlohischen Gegend wohnt, dann lest euch folgenden Erfahrungsbericht unbedingt mal durch, vielleicht kommt ihr ja auch auf den Geschmack.

Mawell Resort Erfahrungsbericht – Infos zum Hotel

Das Mawell ist noch ein recht neues Hotel, es wurde 2013 eröffnet und das sieht man auch. Alles ist noch picobello. Es liegt in Langenburg, oberhalb des Jagst-Tals und ist zum Beispiel von Stuttgart aus in knapp 1,5 Stunden erreichbar. Das Deluxe-Doppelzimmer gibt es ab 109 € pro Person, wir haben ein MyDays-Angebot genutzt mit dem wir 159€ zu zweit für eine Nacht gezahlt haben. Zwei Gutscheine kombinieren kann man leider nicht, deshalb ist der MyDays-Gutschein vor allem ideal zum Ausprobieren. Beachtet beim Gutschein auch, dass man den Wellnessbereich nur am Anreisetag nutzen kann, am Abreisetag kostet die Nutzung zusätzlich!

Die Zimmer(ausstattung)

Mit dem MyDays-Gutschein springt die Deluxe Suit raus – und die ist wirklich “deluxe”, vor allem das Bad ist ein Traum: Erhöhte Badewanne, ebene, große Dusche, viel Stauraum und Platz. Auch der “Wohnbereich” ist sehr großzügig, mit Sofa und Sessel ausgestattet und sogar eine kleine Terasse mit idyllischem Waldblick gibs dazu. Auch wenn das Design im Allgemeinen sehr modern ist und ich den Ansatz super finde mit der regionalen Materialien zu arbeiten, bin ich kein großer Fan des Farbkonzeptes der Räume – das ist eben Geschmackssache. Ganz besonders clever fand ich die Raumteiler als Türen zu nutzen: Wände und Spiegel konnte man beliebig verschieben und quasi den ganzen Raum öffnen. Das war super praktisch und macht auch optisch was her. 

Mawell Resort Erfahrungsbericht
Mawell Resort Erfahrungsbericht
Mawell Resort Erfahrungsbericht

Der Wellnessbereich

Ich muss ehrlich sagen: Ich hatte mir mehr erhofft. Das liegt aber vermutlich an meinen Erwartungen und meiner fehlenden Erfahrung was die Menge an Pools und Saunen in solchen Hotels angeht. Immerhin liegt mein letzter (und bis vor kurzem auch einziger) Wellnessurlaub Jahre zurück. Insgesamt gibt es drei Pools im Mawell. Einen auf dem Dach, einen “im Wald” und noch einen kleineren in der Salzgrotte. Vor allem der Waldpool ist ein echtes Highlight, wie man auch auf den Bildern sieht. Super schade war nur, dass wir weder Waldpool noch den Pool auf dem Turm nutzen konnten bzw. wollten – es war einfach zu kalt. Da hat uns einfach noch ein größerer Pool zum schwimmen im Innenbereich gefehlt, deshalb würde ich den Besuch des Mawell allein aus diesem Grund auf jeden Fall im Frühjahr oder Sommer empfehlen.Außerdem gab es im Wellnessbereich noch etliche Ruheplätze und drei Saunen. Eine davon auf dem Turmdach mit grandiosem Ausblick auf das Jagsttal. Auch wenn es da oben bei -11 Grad Außentemperatur nach Verlassen der Sauna echt kühl wurde, das war es absolut wert!

Mawell Resort Erfahrungsbericht
Mawell Resort Erfahrungsbericht

Essen und Gastronomie

Im Angebot inbegriffen war das Frühstücksbuffet am Morgen sowie ein Wellnessnack am Nachmittag den wir gleich nach der Anreise in Anspruch nahmen. Der bestand aus einem reichhaltigen und sehr leckeren Salatbuffet. Auch das Frühstück war spitze. Große Auswahl (ich hatte in der Nacht davor von Avocado geträumt – warum auch immer – und auch die gab´s am Buffet :D). Ein wenig ärgerlich fanden wir, dass Kaffee und Heißgetränke extra bezahlt werden mussten, aber bei der Auswahl und Qualität des Essens wollen wir da mal nicht so sein. Ohnehin haben wir uns ganz an Ingwerwasser und Orangensaft gehalten, “Wellness” soll man ja ganzheitlich angehen, haben wir uns sagen lassen.

Extra erwähnen muss ich unbedingt noch das abendliche vier Gänge Menü, dass wir uns noch gegönnt haben. Für 60 € für zwei Personen gab es jeweils drei Alternativen zur Auswahl. Wir haben uns für Räucherlachs mit Kartoffelrösti und Honig-Senf-Soße zur Vorspeise, rosa gebratene Entenbrust mit Glasnudeln und Asiagemüse und Haselnuss Panna Cotta entschieden und es war sehr, sehr lecker. In den 60 € waren übrigens sogar noch ein Salat- und Käsebuffet enthalten. Also ein sehr fairer Preis, wie ich finde und das Essen war sehr lecker.

Mawell Resort Erfahrungsbericht
Mawell Resort Erfahrungsbericht

Ambiente und Umgebung

Das Design des Hotels ist modern bis gemütlich. Es wurden viele Naturmaterialien wie Holz und Stein verwendet, wie zum Beispiel in der Salzgrotte mit Naturstein.  Für mich der größte Pluspunkt des Mawell ist die Lage und die Umgebung. Das Hotel liegt gegenüber vom Schloss Langenburg auf einem Hügel von dem man wunderbar das ganze Jagsttal überblicken kann. Im Winter war das wunderschön, im Herbst, Frühling oder Sommer ist das aber bestimmt auch was ganz besonderes. Vor allem im “Waldpool” von dem man quasi aus dem Wasser raus die Aussicht genießen kann. Das ist schon ein Erlebnis! Was Ausflüge angeht können wir das Schloss Langenburg empfehlen. Zwar konnten wir es nur von außen umwandern, da der Innenbereich Winterpause hielt, das war dennoch ein schöner Ausflug. Die Aussicht da oben in Langenburg ist einfach fantastisch!

Mawell Resort Erfahrungsbericht
Mawell Resort Erfahrungsbericht

Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Mawell Resort ist sicher nix für den kleinen (studentischen) Geldbeutel. Wer sich aber was gönnen will, mit allem drum und dran: Gutem Service, leckerem Essen, Entspannung und modernem Ambiente, der ist sicher an der richtigen Adresse und wird die Investition in den Aufenthalt sicher nicht bereuen. Für Leute wie mich, deren Budget sehr knapp bemessen ist, ist der MyDays Gutschein sicher die optimale Lösung.

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{Travel} der große Europa- Roadtrip- Guide

europa- roadtrip-planen

Einen Europa Roadtrip planen ist gar nicht so aufwendig. Ein paar Tipps zum Reisen mit dem Auto, ein Vorschlag für die Route sowie die zu erwartenden Kosten hab ich euch in meinem Europa-Roadtrip-Guide zusammengefasst.

Ein paar Schnappschüsse habe ich euch hier ja bereits gezeigt. Heute wird es etwas theoretischer: Die meisten von euch wollten natürlich wissen, wie sehr der Geldbeutel auf so einem Trip leidet, wo wir überall waren und wie wir die Reise vorher geplant haben. Ich habe versucht euch das alles übersichtlich in diesem Post zusammenzufassen. Ein paar  Lieblingsfotos vom Trip gibt´s aber auch noch.

Bei der Route war uns wichtig, dass wir möglichst viele verschiedene Facetten zu sehen bekommen. Vor allem vom Meer. Deshalb haben wir uns für die Nordsee, den Atlantik und das ruhige Mittelmeer – jeweils von verschiedenen Orten aus – entschieden. Außerdem haben wir die Reise so geplant, dass die Autofahrten von Station zu Station nie länger als drei Stunden dauerten. Auf der Karte könnt ihr denReiseplan, wie wir ihn uns vorgenommen hatten, ansehen. Genau so haben wir die Strecke dann auch abgefahren.

Europa Roadtrip planen – die Route

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Amsterdam – Zandvoort – Brüssel – Paris – Nantes – Préfailles – Saint Jean Du Mont – Royan – Bordeaux – Mimizan -Moissac – Marseille – Port de Buoc – Nizza – Turin – Mailand – Desenzano del Garda – Venedig – Triest – Porec – Pula

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Die Fahrt mit dem Auto hat zwei entscheidende Vorteile: Zum einen ist man freier in der Planung der Route und kann spontan den Plan wechseln, zum anderen sieht man auf der Autofahrt unheimlich viele schöne Plätze und kann jederzeit halten, wenn es einem irgendwo besonders gut gefällt.

Zwei Ängste begleiteten uns die Reise über: Dass unser Auto geklaut wird und, dass eben jenes den Geist aufgibt. Beide Ängste waren unberechtigt. Soll heißen: Macht euch nicht zu viele Sorgen. Seid optimistisch. Bereitet euch aber trotzdem auf alle Eventualitäten vor. Hier ein paar gesammelte Tipps zur Reise mit dem Auto:

* Unbedingt überprüfen, ob das Auto im Ausland versichert ist und den Versicherungsschein für´s Ausland mitführen. In Italien ist das bei einem Autounfall unheimlich wichtig.

* Wir haben zusätzlich eine Kfz- Diebstahlversicherung abgeschlossen. Falls ihr vor eurer Reise eine Kreditkarte beantragt, gibt es da super Kombi-Angebote bzw. die Versicherung fürs Ausland ist oft schon dabei.

* Vorher einen Urlaubscheck bei der Werkstatt eures Vertrauens durchführen

* Einen großen Kanister Motoröl mitnehmen. Nach 100 km solltet ihr jeweils den Ölstand nachprüfen und gegebenenfalls nachfüllen.

* Ein gutes Navi werdet ihr während des Roadtrips lieben lernen! Wir haben schwer geschluckt, als wir 99 Euro dafür ausgeben mussten. Es erspart einem aber unheimlich viele Nerven, Stress, Zeit und Spirt. Das gute Stück ist uns so ans Herz gewachsen, dass wir es sogar getauft haben – Danke Luise.

* Trotzdem empfielt es sich eine Europakarte mitzunehmen. So kann der Beifahrer immer wieder checken wo man sich befindet. Die Autofahrten machen so viel mehr Spaß, wenn man weiß wo man ist

* WOLKE. Wie uns der nette Mann im Waffenladen (wo wir Pfefferspray gekauft haben) eintrichterte: immer an das Merkwort WOLKE denken. Das heißt, Wasser, Öl, Luft, Kühlwasser und Energie (Sprit). Diese fünf Dinge sollte man immer wieder prüfen, damit die Fahrt auch weiterhin reibungslos verläuft.

europa- roadtrip-planen
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* Bei Gelegenheit vorher schon informieren, wo es gratis Parkplätze gibt. Oft sind diese vor allem unter Einheimischen bekannt. Hat man eine private Unterkunft, kann man da zum Beispiel die Vermieter fragen.

* Alternativ bieten sich auch Park & Ride Parkplätze an. Die liegen etwas außerhalb der Stadt und man kann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bequem ins Zentrum fahren.

* Wertsachen, wenn möglich, immer mitnehmen und nicht im Auto belassen. Handschuhfach offen lassen, so sehen potenzielle Diebe, dass zumindest da nichts zu holen ist.

* Das Auto lieber an belebten Parkplätzen (am besten bewacht) stehen lassen, als in zwielichten Gassen.

* Wenn wir Unterkünfte im Vorraus gebucht haben, haben wir darauf geachtet, dass es gratis Parkplätze gab. Das hat sich finanziell auf jeden Fall gelohnt, immerhin zahlt man vor allem in der Stadt locker mal 20 Euro Tagespauschale.

europa- roadtrip-planen
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* Unser Budget war recht klein. Unser Ziel war es möglichst günstig durch Europa zu touren. Wie wir das geschafft haben und was man so beachten muss, wenn man mit kleinem Geldbeutel reist:

* Eine gute Kühlbox mitnehmen. Am besten eine mit Hartschale. Zwar muss man immer wieder mit Kühlpads oder gefrorenen Lebensmitteln „nachkühlen“, trotzdem lohnt sich das im Sommer. Wir hatten eigentlich immer eine Notration Käse, Milch oder Salami (haltbar!) darin gelagert.

* So viel wie möglich mitnehmen! Als besonders ergiebig haben sich bei uns ausgezahlt: Knäckebrot, Müsliriegel, Müsliboxen to go, haltbare Milch, Dosenwurst, Marmelade.

* Unterwegs essen, vor allem in der Stadt oder am Strand, ist einfach nie günstig. Man zahlt immer Touristen-Preise was sehr ärgerlich ist. Deshalb lohnt es sich, etwas außerhalb zu essen oder einzukaufen. In Bäckereien, Supermärkten oder Cafés in denen auch die  Einheimischen einkaufen

* Essen gehen nur in Ausnahmefällen! Wir wussten vorher, wo wir uns was gönnen wollten und waren deshalb nur in Paris, Bordeaux und Venedig zum Essen im Restaurant. Das war dann aber etwas besonderes und wir haben auch nicht gespart. Ansonsten gab es vor allem Selbstgekochtes vom Gasgrill, Picknick mit Lebensmitteln aus dem Supermarkt oder günstiges aber sättigendes wie Falafel, Döner oder belegte Sandwiches.

* Ein Tipp, wenn einen Hunger überkommt, man aber partout nichts günstiges findet: In dem Fall haben wir uns oft ein Eis für einen Euro geholt. In der Waffel natürlich. Das lässt einen noch ein bisschen bis zur nächsten Mahlzeit durchhalten und bewahrt einen davor viel zu viel Geld auszugeben.

* Alle Ausgaben notieren. Sogar die Postkarte für 40 Cent. So hat man einen Überblick.

europa- roadtrip-planen
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Besonders die Übernachtungen in Privatunterkünfte haben unsere Reise so spannend gemacht. Wir haben unheimlich nette Menschen kennengelernt, die immer ein Teil dieser Reise sein werden. Ein paar besonders schöne Unterkünfte, möchte ich euch außerdem nicht vorenthalten.

* Super Portale um Unterkünfte zu finden sind zum Beispiel Airbnb, Wimdu oder Couch Surfing

* Immer auf Bewertungen achten! Unterkünfte die noch nicht bewertet sind lieber meiden.

* Nicht scheu sein und die Hosts gerne mal Löcher in den Bauch fragen. Die Einheimischen kennen Geheimtipps die in keinem Reiseführer stehen

* Werdet ihr am Campingplatz weggeschickt, braucht aber dringend eine Übernachtungsmöglichkeit, zahlt es sich manchmal aus einfach über den Platz zu laufen und nach freien Plätzen für euer Zelt Ausschau zu halten. Findet ihr eine gute Stelle fragt einfach bei den Inhabern des Platzes nach, ob ihr euer Zelt für eine Nacht dort aufschlagen dürft.

Hier noch ein paar nette Unterkünfte die wir weiterempfehlen können:

1. Schlafen im Caravan in Royan / leider aktuell nicht buchbar
2. Kleines Zimmer direkt in Venedig / leider aktuell nicht buchbar
3. Super für einen Zwischenstopp: Zimmer am Gardasee
4. Günstige Unterkunft in Bordeaux  / leider aktuell nicht buchbar
5. Kein Luxuszimmer, dafür unheimlich zentral und günstig: Zimmer in Brüssel / leider aktuell nicht buchbar

europa roadtrip planen
europa roadtrip planen

Als absoluter Internet-Suchtihatte ich ja schon vorab Bammel, dass ich die Abstinenz nur schwer ertragen könnte. Tatsächlich gibt es mittlerweile aber eigentlich überall Internet
In Kroatien beispielsweise erreicht ihr so gut wie überall freies, öffentlich zugängliches Wlan. Für die “Notfälle” habe ich das Travel Day Pack von O2 aktiviert. Für 1,99 € pro Tag kann man dann für 50 MB surfen, auch im Ausland. Meistens habe ich das Datenvolumen in folgende Apps investiert, die waren uns auf der Reise wirklich eine große Hilfe:

  • Clever Tanken App ( iTunes & Playstore)
  • ADAC Campingführer ( iTunes & Playstore)
  • Tripadvisor ( iTunes Playstore)
  • Leo ( iTunes & Playstore)
  • Skype (iTunes & & Playstore)
  • WiFi Finder (iTunes & Playstore)
  • Wetter.com (iTunes & Playstore)
  • europa- roadtrip-planen
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    * Langsam und Sprit-sparend fahren, lohnt sich unheimlich, mehr als man denkt!

    * Niemals an Tankstellen oder an typischen Touri-Plätzen (wie vor dem Eiffelturm) kaufen. Selbst ein Wasser kostet da mal locker 3,50 €.

    * Eine extra leere Reisetasche mitnehmen in die man die Sachen die man braucht packen kann, wenn man nur für eine Nacht irgendwo absteigt

    * Zum Kühlen der Lebensmittel in der Kühlbox eignet sich gefrorenes Gemüse wunderbar. Zum Beispiel Erbsen.

    * Seperate Taschen packen macht Sinn. Wir hatten jeweils Taschen für Hygieneartikel, Medikamente, Schuhe, Jacken, Campingkram, Essen und Kleidung

    * So wenig Wertsachen wie möglich mitnehmen und am besten immer mitführen.

    * Eine wasserdichte Plastiktüte, um Wertsachen beim Baden im Sand zu verbuddeln ist auch nicht verkehrt.

    * Sport einplanen! Wenn man so lange im Auto sitzt, sollte man unbedingt auch mal laufen oder ausgiebig schwimmen gehen. Sonst bewegt ihr euch nach sechs Wochen wie ein Greis.

    * Ein Packsystem, nachdem man auch immer wieder nach einem Halt packt, zahlt sich aus. Irgendwann weiß man im Schlaf wo das Panzertape oder die Zahnbürste liegen.

    * Immer informieren, wo der Sprit am günstigsten ist. Der Unterschied von Land zu Land ist besonders drastisch, da lohnt es sich oft, vor dem Überfahren der Grenze nochmal aufzutanken.

    * Zum Schluss, das wichtigste: Mitreisende unbedingt weise wählen. Versteht sich eigentlich von selbst, aber unterschätzt nicht was es bedeutet sechs Wochen rund um die Uhr aufeinander zu hängen. Ich habe den Roadtrip mit meiner Schwester gemacht, wir hängen ja sowieso seit fast zwei Jahrzehnten ständig miteinander rum und wussten so schon vorab, dass wir uns nicht ständig in die Haare kriegen würden.

    europa- roadtrip-planen

    Wir saßen rund 52 Stunden im Auto
    Haben ca. 600 € Sprit gezahlt
    Und 1400 € für Unterkünfte
    Sind 4696,3 km gefahren
    2500 € Gesamtbudget
    waren in 7 Ländern
    an 3 Meeren

    Zum Schluss kann ich noch sagen, dass wir unsere Entscheidung gegen Backpacking durch Asien oder Amerika absolut nicht bereut haben. Zudem sind diese Reisen sowieso nur verschoben. Der Trip hat uns einige Lehren mit auf den Weg gegeben, uns bescheidener und aufgeschlossener werden lassen und uns unglaublich viele unvergessliche Eindrücke beschert. Das Beste und Größte was uns dieser Roadtrip aber klar gemacht hat, ist: Freiheit ist etwas wundervolles und mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.

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